WINTERREISE

A sequence of 24 etchings inspired by Franz Schubert's song cycle

 

Winterreise (Winter Journey) is a cycle of 24 art songs ("Lieder") by Austrian composer Franz Schubert (1797-1828). The poems were originally written by German lyricist Wilhelm Müller (1794-1827). This project started at the end of 2019 as my MA degree project, and is now the product of a whole year spent optimising my own workflow, equipment and technique.

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"Gute Nacht"

("Good Night")

Gute Nacht Inken Stabell.jpg

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus.

[...]

Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such’ ich des Wildes Tritt.

As a stranger I moved in,
As a stranger I depart again.

[...]

A shadow of the moon travels
As my companion with me,
And on the white blankets
I seek the deer’s track.

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"Die Wetterfahne"

("The Weathervane")

Inken Stabell Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht’ ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff den armen Flüchtling aus.

[...]

The wind plays with the weathervane
On my sweetheart’s house.
There I already thought in my delusion,
That it was mocking the poor fugitive.

[…]

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3

"Gefrorne Tränen"

("Frozen Tears")

Inken Stabell Gefrorne Tränen

Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Ob es mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab’?

[...]

Frozen drops are falling
Down from my cheeks.
Has it slipped my mind
That I have been weeping?

[…]

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4

"Erstarrung"

("Numbness")

Inken Stabell Erstarrung.jpg

[...]
Wo find’ ich eine Blüte,
Wo find’ ich grünes Gras ?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.

[...]

[…]
Where can I find a blossom?
Where can I find green grass?
The flowers have died,
The meadow looks so pale.

[…]

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5

"Der Lindenbaum"

("The Linden Tree")

Lindenbaum Inken Stabell.jpg

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum;
Ich träumt’ in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

 

[...]


Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab’ ich noch im Dunkeln
Die Augen zugemacht.

[...]

Die kalten Winde bliesen
Mir grad’ ins Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

[...]

At the well by the gate
There stands a linden tree;
I dreamed in its shadow
Many a sweet dream.

 

[…]

 

Today, too, I had to wander Past it in the depths of night, Then even in the darkness I shut my eyes.

[…]

The cold winds blew
Straight into my face;
The hat flew off my head,
I did not turn around.

 

[…]

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6

"Wasserflut"

("Water Flood")

Inken Stabell Wasserflut.jpg

Manche Trän’ aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh.


Wenn die Gräser sprossen wollen
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen
Und der weiche Schnee zerrinnt.

[...]

Many a tear from my eye
Has fallen into the snow;
Its cold flakes absorb
Thirstily the burning woe.

 

When the grasses want to sprout There blows along a mild wind,
And the ice breaks apart
And the soft snow flows away.

[…]

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"Auf dem Flusse"

("On the River")

Auf dem Flusse Inken Stabell

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß.

 

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

[...]


Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?

You who rushed so cheerfully,
You bright, wild river,
How still you have become,
Give no parting word.

 

With hard, stiff crust
You have covered yourself,
Lie cold and unmoving
Stretched out in the sand.

 

[…]

 

My heart, in this stream
Do you now recognise your image?
Under its crust
Does it tear and swell so, too?

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"Rückblick"

("Looking Back")

Rückblick Inken Stabell

Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee,
Ich möcht’ nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh’.

[...]


Kommt mir der Tag in die Gedanken,
Möcht' ich noch einmal rückwärts sehn,
Möcht' ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille stehn.

It burns under my soles,
Even though I tread on ice and snow;
I don’t want to catch my breath again
Until I no longer see the spires.

 

[…]

 

Whenever that day enters my thoughts,
I want to look back once more.
I want to waver back again,
Stand still before her house.

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"Irrlicht"

("Will-o-the-Wisp")

Irrlicht Inken Stabell.jpg

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin:
Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das irre Gehen,
's führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, unsre Leiden,
Alles eines Irrlichts Spiel!

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind' ich ruhig mich hinab -
Jeder Strom wird's Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch ein Grab.

Into the deepest chasms
A will o’ the wisp lured me;
How I find a way out,
Does not weigh heavy on my mind.

 

I’m used to going astray,
Every path leads to the goal;
Our joys, our sorrows,
All a will o’ the wisp’s game!

 

Through the mountain stream’s dry channels
I calmly make my way down,
Every stream will find the sea,
As every sorrow does its grave.

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"Rast"

("Rest")

Inken Stabell Rast.jpg

Nun merk' ich erst, wie müd ich bin,
Da ich zur Ruh' mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirthbarem Wege.

Die Füße frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum Stehen,
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.

In eines Köhlers engem Haus
Hab' Obdach ich gefunden;
Doch meine Glieder ruhn nicht aus:
So brennen ihre Wunden.

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still' erst deinen Wurm
Mit heißem Stich sich regen!

Only now I notice how tired I am,
As I lay myself to rest;
The wandering kept me going
On inhospitable paths.

 

My feet did not ask for rest,
It was too cold to stand;
The back felt no burden,
The storm helped blow me on.

 

In a charcoal burner’s small house
I have found shelter.
Yet my limbs won’t rest,
So much do their wounds burn.

 

Like you, my heart, in strife and storm
So wild and so bold,
Feel only in the silence your worm
Stirring with burning sting!

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"Frühlingstraum"

("Dream of Spring")

Inken Stabell Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai;
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrieen die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben,
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?

[...]

I dreamed of colourful flowers,
The way they bloom in May;
I dreamed of green meadows,
Of cheerful bird calls.

 

And when the roosters crowed,
My eye was awake;
It was cold and dark,
The ravens shrieked from the roof.

 

Yet on the windowpanes,
Who painted the leaves there?
You probably laugh at this dreamer,
Who saw flowers in winter?

[...]

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"Einsamkeit"

("Solitude")

Inken Stabell Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke
Durch heitre Lüfte geht,
Wenn in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:

So zieh' ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben
Einsam und ohne Gruß.

Ach, daß die Luft so ruhig!
Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend nicht.

Like a dreary cloud
Moving across the clear sky,
When in the pine's branches
A slight wind blows:

 

So I travel my road
Onward with sluggish feet,
Through bright, happy life,
Lonely and without greeting.

 

Ah, that the air is so still!
Ah, that the world is so bright!
When the storms still raged,
So miserable I was not.

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"Die Post"

("The Post")

Inken Stabell Post

Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz?

Die Post bringt keinen Brief für dich:
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz?

[...]

Over from the road a post horn sounds.
What is making it jump so high,
My heart?

The post has no letter for you,
Why do you urge me so strangely,
My heart?

[...]

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"Der greise Kopf"

("The Old-Man's Head")

Der Greise Kopf Inken Stabell

Der Reif hat einen weißen Schein

Mir über’s Haar gestreuet.

Da glaubt’ ich schon ein Greis zu sein, 

Und hab’ mich sehr gefreuet.

Doch bald ist er hinweggetaut,

Hab’ wieder schwarze Haare,

Dass mir’s vor meiner Jugend graut – 

Wie weit noch bis zur Bahre!

Vom Abendrot zum Morgenlicht

Ward mancher Kopf zum Greise.

Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht 

Auf dieser ganzen Reise!

The frost has sprinkled a white sheen
Over my hair.
There I thought I had already become an old man
And was very pleased.

 

Yet soon it has melted away,
I have black hair again,
So that my youth horrifies me -
How far still to the grave!

 

From dusk to dawn
Many a head turns old.
Who believes it? and mine has not
On this entire journey!

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"Die Krähe"

("The Crow")

Inken Stabell Krähe.jpg

Eine Krähe war mit mir 

Aus der Stadt gezogen,

Ist bis heute für und für 

Um mein Haupt geflogen.

Krähe, wunderliches Tier, 

Willst mich nicht verlassen? 

Meinst wohl bald als Beute hier 

Meinen Leib zu fassen?

Nun, es wird nicht weit mehr gehen 

An dem Wanderstabe.

Krähe, lass mich endlich sehn 

Treue bis zum Grabe!

A crow has with me
Flown out of town.
Has been, until today,
Circling over my head.
 

Crow, strange creature,
You don’t want to leave me?
Probably hope to prey soon
On my body here?

 

Well, I won’t be much longer
Holding onto my walking staff.
Crow, let me finally see
Loyalty unto the grave!

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"Letzte Hoffnung"

("Last Hope")

Letzte Hoffnung Inken Stabell

Hie und da ist an den Bäumen

Manches bunte Blatt zu sehn, 

Und ich bleibe vor den Bäumen 

Oftmals in Gedanken stehn.

Schaue nach dem einen Blatte, 

Hänge meine Hoffnung dran; 

Spielt der Wind mit meinem Blatte, 

Zittr’ ich, was ich zittern kann.

Ach, und fällt das Blatt zu Boden, 

Fällt mit ihm die Hoffnung ab, 

Fall’ ich selber mit zu Boden, 

Wein’ auf meiner Hoffnung Grab.

Here and there on the trees
A colourful leaf can be seen,
And I stop in front of the trees
Often, lost in thought.

 

I watch that one leaf,
Attach my hope to it;
When the wind plays with my leaf,
I tremble head to toe.

 

Ah, and if the leaf falls to the ground,
My hope falls off with it;
I myself fall to the ground,
Weep on my hope’s grave.

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"Im Dorfe"

("In the Village")

Inken Stabell Im Dorfe.jpg

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten.

Es schlafen die Menschen in ihren Betten, 

Träumen sich manches, was sie nicht haben, 

Tun sich im Guten und Argen erlaben;

Und morgen früh ist Alles zerflossen – 

Je nun, sie haben ihr Teil genossen, 

Und hoffen, was sie noch übrig liessen, 

Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,

Lasst mich nicht ruhn in der Schlummerstunde! 

Ich bin zu Ende mit allen Träumen –

Was will ich unter den Schläfern säumen?

The dogs bark, the chains rattle,
The people sleep in their beds,
Dreaming up things they don’t possess,
Refreshing themselves in good and bad.

 

And tomorrow morning all will be dissolved -

Well, they have enjoyed their share,

And hope to find what they left behind,

On their pillows.

Just bark at me, you vigilant dogs,
Don’t let me rest during slumber time!
I’m finished with all my dreams.
Why should I linger among the sleepers?

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"Der Stürmische Morgen"

("The Stormy Morning")

Der Stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen

Des Himmels graues Kleid! 

Die Wolkenfetzen flattern 

Umher in mattem Streit.

Und rote Feuerflammen 

Ziehn zwischen ihnen hin. 

Das nenn’ ich einen Morgen 

So recht nach meinem Sinn!

Mein Herz sieht an dem Himmel 

Gemalt sein eignes Bild –

Es ist nichts als der Winter,

Der Winter kalt und wild.

How the storm has torn apart
The sky’s grey robes!
The tattered clouds flutter
Around in matte strife.

 

And red fiery flames
Drift between them;
That’s what I call a morning
Truly befitting my mood!

 

My heart sees on the sky
Its own image painted -
It’s nothing but the winter,
The winter cold and wild!

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"Täuschung"

("Illusion")

Täuschung Inken Stabell

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her;

Ich folg’ ihm nach die Kreuz und Quer; 

Ich folg’ ihm gern und seh’s ihm an, 

Dass es verlockt den Wandersmann.

Ach, wer wie ich so elend ist,

Gibt gern sich hin der bunten List, 

Die hinter Eis und Nacht und Graus 

Ihm weist ein helles, warmes Haus, 

Und eine liebe Seele drin –

Nur Täuschung ist für mich Gewinn!

A light dances friendly in front of me,
I follow it here and there;
I follow it gladly and notice
That it lures the wanderer.

 

Ah! Who is as wretched as me,
Will gladly fall for the colourful trick,
Which, beyond ice and night and fright,
Shows him a bright, warm house
And a kind soul within.
For me, only illusion is a gain.

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"Der Wegweiser"

("The Signpost")

Wegweiser Inken Stabell

Was vermeid’ ich denn die Wege 

Wo die anderen Wandrer geh'n, 

Suche mir versteckte Stege 

Durch verschneite Felsenhöhn?

Habe ja doch nichts begangen, 

Dass ich Menschen sollte scheu'n – 

Welch ein törichtes Verlangen 

Treibt mich in die Wüstenei'n?

Weiser stehen auf den Straßen, 

Weisen auf die Städte zu,

Und ich wandre sonder Maßen, 

Ohne Ruh’, und suche Ruh’.

Einen Weiser seh’ ich stehen 

Unverrückt vor meinem Blick; 

Eine Strasse muss ich gehen, 

Die noch Keiner ging zurück.

Why do I avoid the paths
Where the other wanderers walk,
Seek hidden trails
Through snowy, rocky heights?

 

I have committed no crime
That I should hide from people, -
What foolish longing
Drives me into desolation?

 

Signposts are standing on the roads,
Point towards the towns,
And I wander relentlessly,
Restless, and seeking rest.

A signpost I see standing
Unmoving before my gaze.
A road I must walk
From which no one ever returned.

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"Das Wirtshaus"

("The Inn")

Inken Stabell Das Wirtshaus

Auf einen Totenacker

Hat mich mein Weg gebracht. 

Allhier will ich einkehren: 

Hab’ ich bei mir gedacht.

Ihr grünen Totenkränze 

Könnt wohl die Zeichen sein, 

Die müde Wandrer laden 

In’s kühle Wirtshaus ein.

Sind denn in diesem Hause 

Die Kammern all’ besetzt? 

Bin matt zum Niedersinken 

Bin tödlich schwer verletzt.

O unbarmherz’ge Schenke, 

Doch weisest du mich ab? 

Nun weiter denn, nur weiter, 

Mein treuer Wanderstab!

Onto a graveyard
my way has brought me;
Here I want to move in,
I thought to myself.

 

You green mourning garlands
May be the signs,
Which invite weary wanderers
Into the cold inn.

 

Are even in this house
The rooms all taken?
I’m exhausted enough to collapse,
Am mortally wounded.

 

Oh, merciless inn,
Yet you turn me away?
Well, onward then, just onward,
My loyal walking staff!

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"Mut!"

("Courage!")

Mut

Fliegt der Schnee mir in’s Gesicht, 

Schüttl’ ich ihn herunter.

Wenn mein Herz im Busen spricht, 

Sing’ ich hell und munter.

Höre nicht, was es mir sagt, 

Habe keine Ohren,

Fühle nicht, was es mir klagt, 

Klagen ist für Toren.

Lustig in die Welt hinein 

Gegen Wind und Wetter!

Will kein Gott auf Erden sein, 

Sind wir selber Götter!

When the snow falls into my face,
I shake it off.
When my heart speaks in my chest,
I sing brightly and lively.

 

Don’t hear what it tells me,
Have no ears;
Don’t feel what it complains,
Complaining is for fools.

 

Merrily into the world
Against wind and weather!
If no God wants to be on earth,
We ourselves are gods!

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"Die Nebensonnen"

("The Mock Suns")

Inken Stabell Nebensonnen

Drei Sonnen sah ich am Himmel steh'n, 

Hab’ lang’ und fest sie angeseh'n;

Und sie auch standen da so stier,

Als wollten sie nicht weg von mir.

Ach, meine Sonnen seid ihr nicht! 

Schaut Andern doch in’s Angesicht!

Ja, neulich hatt’ ich auch wohl drei: 

Nun sind hinab die besten zwei.

Ging’ nur die dritt’ erst hinterdrein!

Im Dunkeln wird mir wohler sein.

Three suns I saw in the sky,
Have stared at them long and hard;
And they also stood there so stubbornly,
As if they didn’t want to leave me.

 

Ah, my suns you are not!
Look into someone else’s face!
Yes, recently I had three as well;
Now the best two have gone down.

 

If only the third would follow after!
In the dark I will feel better.

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"Der Leiermann"

("The Hurdy-Gurdy Man")

Inken Stabell Leiermann

Drüben hinterm Dorfe 

Steht ein Leiermann, 

Und mit starren Fingern 

Dreht er was er kann.

Barfuss auf dem Eise 

Schwankt er hin und her; 

Und sein kleiner Teller 

Bleibt ihm immer leer.

Keiner mag ihn hören, 

Keiner sieht ihn an; 

Und die Hunde knurren 

Um den alten Mann.

Und er lässt es gehen 

Alles, wie es will, 

Dreht, und seine Leier 

Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter,

Soll ich mit dir geh'n? 

Willst zu meinen Liedern 

Deine Leier dreh'n?

Over there behind the village
Stands a hurdy-gurdy man
And with stiff fingers
He plays what he can.

 

Barefoot on the ice
He staggers to and fro;
And his plate
Stays forever empty.

 

No one likes to listen to him,
No one looks at him,
And the dogs growl
Around the old man.

 

And he lets it happen
As it will,
Plays, and his hurdy-gurdy
Never stands still.

 

Strange old man,
Shall I go with you?
Do you want to play
Your hurdy-gurdy to my songs?

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